Wozu eigentlich?

Nachdem das Parlament der Einzonung dieser LANDschaft zugestimmt hat (16 ja: 13 nein) sind nun wir alle gefordert einen Fehlentscheid zu korrigieren. Warum ?

Wissen Sie wo das Walental ist ?

Meiner Meinung nach können nur finanz- und technogetriebene Bürger (und einige mit speziellen Interessen) dieses Projekt ernsthaft unterstützen. Deutlich wird das sofort, wenn man die schwachen, mit ein wenig Oekologie und Oekonomie aufgepeppten PRO-Argumente hört. „Münsingen kann nur wachsen, wenn wir zusätzlichen Wohnraum bereit stellen.“  oder „Wir müssen unbedingt mehr Steuereinkünfte“ generieren und „Super eingefädelt – am Schluss gewinnt die Gemeinde noch 7 Millionen Franken.“

Die alles Entscheidende Frage ist:  „Muss die Gemeinde tatsächlich noch wachsen?“ oder besser gefragt „Was geschieht , wenn die Gemeinde nicht mehr wächst?“
Haben sie nicht auch schon das Gefühl gehabt, dass es eng wird in  – und um Münsingen?

7 Antworten auf „Wozu eigentlich?“

  1. Mir geht es nicht nur um die finanziellen Aspekte sondern um die Bedürfnisse der Bevölkerung. Wer sich ein Haus leisten kann und will, sollte auch die Möglichkeit bekommen dies an einem guten Standort und in ökologischer Bauweise tun zu können. Es gibt viele deutlich schlechtere Orte die noch abgelegener sind und nicht am ÖV angeschlossen sind. Das Waletal deckt nur vorhandene Bedürfnisse.
    Mehr dazu unter http://www.patrikvonallmen.ch

  2. Herr von Allmen vergisst die Bedürfnisse der Münsinger die rund ums Walental wohnen! Eins dieser Bedürfnisse ist WENIGER Verkehr und nicht mehr. Das Bekenntniss zum ÖV aus ‚der Feder‘ eines SVP-Mitglieds ist zwar ermutigend, allerdings kann der Dorfbus in seiner heutigen Grösse nur einen geringen Teil des durch die Überbauung Walental zusätzlich enstehenden Verkehrsaufkommen absorbieren

    Im Gegensatz zu der Behauptung, gibt es nicht ‚viele deutlich schlechtere Orte‘, es gibt auch nicht ein paar davon, es gibt in Münsingen gar keine zusammenhängenden Grundstücke mehr, die eine nennenswerte (Gesamt-)Überbauung zuliessen. Um die Bevölkerungszahl Münsingens stabil zu halten braucht es eine innere Verdichtung, nicht die Erschliessung neuen Baulands.

    Münsingen ist fertig gebaut! Die angetrebte Niedrig-Energie-Bauweise (bzw. das Anreizsystem das ein solches Bauen zwar fördert aber nicht garantiert!) ist nur ein Zückerchen um die unwiederbringliche Zerstörung des Walentals auch den umweltbewussteren Münsingern schmackhaft zu machen. Damit aus Velo-Ville hoffentlich bald auch Öko-Ville wird braucht es weiterhin Förderung alternativer Energieformen, Ausbau des öffentlichen Verkehrs in und nach Münsingen, Anreize zur Renovation energiefressender Altbauten, nicht Wachstum des Verkehrsaufkommens, der Umweltbelastung und des Energieverbrauchs!

  3. Sehr geehrter Herr von Allmen, Sie scheinen bewusst zu ‚vergessen‘, dass bei der Bärenmatte noch zahlreiche Einfamilienhäuser zu haben sind. Dies an guter Lage und speziell für Leute, die es sich leisten können. In der obersten Reihe sind von 10 Einheiten lediglich 3 verkauft. Die anderen Häuser stehen schon seit weit mehr als einem Jahr leer. So wahnsinnig gross kann die Nachfrage wohl doch nicht sein, denn auch sehr viele Wohnung konnten bislang nicht verkauft. Die ganze Überbauung hat sich als riesiger Flop herausgestellt und der Hauptinvestor musste in Konkurs gehen. Die alltäglichen Staus in und um Münsingen tragen wohl auch das ihrige dazu bei, dass nur ganz wenige zuziehen wollen. Münsingen muss zuerst das Verkehrsproblem lösen und darf sich erst danach Gedanken über neue Bauzonen machen. Einzelne Einfamilienhäuser mit eigenen Heizungen machen zudem wenig Sinn. Ein Fernheizkraftwerk würde auch in Münsingen Sinn machen, aber Münsingen scheint diesbezüglich zu schlafen. Schade!

    Marc Haller

  4. Es gibt viele Gründe ein NEIN in die Urne zu legen:
    – Es ist bei der heutigen Zersiedelung der Schweiz unverantwortlich, noch mehr Landwirtschaftszone in Bauland einzuzonen.
    – Die Hausaufgaben der Gemeinde sind immer noch nicht gemacht! Die Verkehrsprobleme in Münsingen erlauben keinen Einwohnerzuwachs mehr.
    Die alte Kanalisation am Bärenstutz verursacht bei heftigen Gewittern schon heute überschwemmte Keller, da immer nur gebaut und nie saniert wurde!
    – Ein Alibi-Mobility-Parkplatz für die gesamte Ueberbauung soll uns die Angst vor Mehrverkehr nehmen. Gutsituierte Bürger haben aber sehr oft nicht nur ein, sonder zwei Autos!
    – Das Gewerbe erhofft sich mit dieser Ueberbauung viele Aufträge: Wer garantiert, dass sie auch zum Zuge kommen? Schaut man sich im Dorf an den Baustellen um, so sind sehr oft Auswärtige Firmen engagiert.
    – Ein Befürworterargument, dass Minergie-Standard verlangt würde, ist zwar löblich, nur sollte eine fortschrittliche Gemeinde schon heute für alle Neubauten Minergie vorschreiben, wie mir scheint.
    – Mehreinnahmen für die Gemeinde? Aber nicht um jeden Preis!

    Zu Landresourcen sollten wir Sorge tragen. Wenn schon gebaut wird, dann verdichtetes Bauen.

    M.L. Bähler

  5. Münsingen wurde in der Vergangenheit arg zersiedelt. Ich bin hier aufgewachsen und habe mit wachsendem Zorn gesehen, wie ein schöner Flecken um den anderen mit 08/15-Wohnblöcken zugepflastert wurde. Nun soll also auch das Waletal daran glauben… Ich sage es reicht!!! Mit Wischi-waschi-ökopflästerchen kann man nicht überdecken, dass wir längstens am Anschlag sind. Wir benötigen eine vernünftige Verkehrslösung und keine Neubauten. Man sollte gewissen Amtsträgern an der Urne zeigen, wer hier der Auftraggeber ist, nämlich der Steuerzahler, der nebst dem zuviel an Verkehr den angehäuften Schuldenberg auch noch zu tragen hat.

  6. Richtig Rolf Gurtner. Nicht BAUEN sondern ABBAUEN ist gefragt. Vom Schuldenberg bis zum gesamten Ökoblödsinn. »Nicht alles Machbare ist sinnvoll. Nur das Sinnvolle muss gemacht werden.« Angeblich von Altbundesrat Adolf Ogi. Die wirklich Grünen dekorieren sich nicht mit Schoggi-Goldmedaillen.

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