Leserbrief Bund
Diesen Brief von einem jungen Münsiger geschrieben ist mehr als lesenswert, er ist ausgezeichnet.
Hier für alle die den Bund nicht abonniert haben.
Leserbrief Bund
Diesen Brief von einem jungen Münsiger geschrieben ist mehr als lesenswert, er ist ausgezeichnet.
Hier für alle die den Bund nicht abonniert haben.
Es ist schon sehr interessant wie in den verschiedenen Blog’s mit Argumenten von links nach rechts diskutiert wird, als ginge es nur um die eigene Meinung, oder die der Parteien zu einem Alltagsgeschäft. Stellung beziehen ist manchmal wirklich sehr einfach, je nach persönlicher, politischer Motivation oder aufgrund der jeweiligen Betroffenheit durch die „befürchteten/effektiven“ Auswirkungen.
Die verschiedenen Ansichten und politischen Ambitionen lösen bei vielen Bewohnern im Quartier und der Gemeinde Emotionen, Unsicherheiten, Ängste etc. aus.
Wer hat nun recht, welche Meinung soll gewichtet werden? Meiner Meinung nach hat niemand die alleinige und absolute Wahrheit für sich gepachtet.
Wie meistens, wissen wir alle erst im nach hinein, welche Konsequenz unsere Abstimmung insgesamt haben wird. Von all den erwähnten Problemen (in parallelen Blog’s erwähnt), wird uns meiner Meinung nach die ungelöste Verkehrsproblematik auch in Zukunft nachhaltig beschäftigen. Tagtäglich.
Als betroffener Quartierbewohner muss ich meiner Enttäuschung Ausdruck geben, wie wenig ich bisher von konkreten Massnahmen spüre, um die Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen. Ich würde mir erst eine effektive Verkehrsberuhigung durch sinnvolle Massnahmen wünschen, anstatt auf die Umsetzung all der Versprechungen hoffen zu müssen. Ob all die andiskutierten Massnahmen auch wirklich in dem Masse greifen wie versprochen, das muss für mich erst bewiesen werden.
Bei dem Gedanken an die bisherigen „Anpassungen“, sprich Verkehrs-beruhigung, bekomme ich sowieso Bauchweh.
„So gut geplant, so schön verkauft, so teuer umgesetzt, so nutzlos für viele“, ein wahrer Hohn…. ist es vermessen an unserer Verkehrsplanung zu zweifeln???
Natürlich ist die Plakataktion im Quartier emotional, aber genau so real ist das Verkehrsproblem. Vielleicht muss bald ein Aufkleber verteilt werden auf dem es heisst: „Auch ich bremse für Quartierbewohner“
Je nach genauer Wohnlage im Quartier, ist es sicher für einige sehr einfach, der eigenen Überzeugung folgend, Ja oder Nein für die Überbauung Waletal zu stimmen. In welchen Quartierstrassen ist der Verkehr heute eine Belastung und in welchen kommt er nahezu nicht vor? Betroffene Bewohner kennen die Antwort. Wenn die eine Strasse zur Wohnstrasse erklärt wird und die daneben als einzige Ersatz-Autobahn dienen muss, so empfinde ich dies als nicht sehr gerecht –> gerade bei solch sensiblen Themen wäre doch eine einheitliche Verkehrspolitik für das ganze Quartier gefordert und keine Schnellschüsse. Somit versagt für mich die Verkehrsplanung schon heute, weil ich keine gerechte Gesamtplanung sehe.
Jeder sorgt nur für sein „eigenes Gärtchen“. Wenn man hat, was man will, kann man ja locker mit diskutieren, Entscheidungen treffen und sich dieser oder jener Meinung anschliessen oder eben gerade nicht.
Hiermit appelliere ich auch an mehr Solidarität zur Lösung der Verkehrsprobleme.
Der Verkehr ist Realität, die Lösung eine Vision, noch mehr Verkehr ein Alptraum. Auch ich habe an meine Kinder zu denken.
Waletal Ja könnte für mich also konkret heissen: Ja, ich will noch mehr Verkehr in meiner Quartierstrasse, darum lautet meine einfache Antwort NEIN.